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  • lenawolf97

Wo drückt der Schuh?

Manchmal tragen wir nen' Schuh, auch wenn er drückt.

Kennst Du das - Du hast einen richtig schönen Schuh und dann probierst Du ihn an und dann drückt er? Oder Du hast einen Lieblingsschuh und plötzlich passt er Dir nicht mehr? Mit Deinen psychischen Abwehrmechanismen und der Lebensform, die Du verlassen möchtest, ist es genau das Gleiche.


Wenn Du den drückenden Schuh als Metapher nimmst, dann verstehst Du vielleicht bereits an dieser Stelle, was ich Dir heute mit auf den Weg geben möchte.

Manchmal laufen wir eine ganze Weile in Schuhen, die uns zu klein geworden sind, aus denen wir herausgewachsen sind, die drücken und bei denen wir längst verstanden haben, dass sie ausgedient haben - Und trotzdem fällt es uns schwer, uns von ihnen zu trennen. Vielleicht sind damit schöne Erinnerungen und Abende verbunden. Vielleicht sind es Deine Lieblingsschuhe und Du hast das Gefühl, dass Du nie wieder so schöne Schuhe finden wirst. Also verabschiedest Du Dich emotional Tag für Tag ein bisschen mehr und dennoch deutlich langsamer als Dein Verstand, der bereits "Au revoir" gesagt hat.


Stell Dir mal vor, die Verhaltensweisen, Beziehungsmuster und Selbstzweifel, die Du heute als belastend wahrnimmst, sind wie Deine alten Lieblingsschuhe, die Dich lange Zeit begleitet haben. Irgendwann haben sie sich in Dein Leben gesellt und Dir dabei geholfen, alte Verletzungen und unangenehme Erfahrungen zu kompensieren. Und nun ist der Moment des Abschieds gekommen. So paradox sich das anhört:

Dein System sehnt und befürchtet den Moment, in dem alles anders wird, gleichermaßen.

Auch wenn der Schuh längst drückt, bedienst Du Dich unbewusst immer noch der selben Verhaltensweisen, Beziehungsmuster und Selbstabwertungen. Und vielleicht spürst Du auch, dass Du bestimmte Schuhe in Form dieser Muster nur getragen hast, weil sie nach Außen wirklich schön aussahen, obwohl sie innerlich weh taten.

Schöne Schuhe sind nicht immer schön, für den der sie trägt, sondern für den, der sie anschaut.

Und weil der Schein uns manchmal so wichtig ist, weil wir das Sein (noch) nicht erfahren haben, laufen wir Tag für Tag weiter in den schmerzvollen Schuhen unserer unbewussten Muster.


Deswegen darfst Du Dich einmal fragen:

  • Wo trägst Du noch alte Muster und Verhaltensweisen, aus denen Du herausgewachsen bist?

  • Was darfst Du aus Deinem Leben verabschieden auch wenn es Dir lange Zeit gedient hat?

  • Wo lebst Du ein Scheinbild, das nach Außen schön wirkt und von Innen schmerzt?


Deine Lena 🧡

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